Dipl.-Ing. Dagobert Baumann

Kleinkläranlagen kaufen und betreiben

Ein leicht verständlicher Ratgeber der biologischen Grundlagen
und der Anlagenvielfalt.


Der Betreiber muss vor Inbetriebnahme der Anlage von einer fachkundigen Person eingewiesen werden. Die Einweisung ist zu bescheinigen. Diese Einweisung soll den Betreiber in die Lage versetzen, Eigenkontrollen fachgerecht durchführen zu können.

Der Betreiber (Grundstückseigentümer) übernimmt für den Anlagenbetrieb die Verpflichtung, bestimmte Arbeiten durchzuführen oder von einem Dritten durchführen zu lassen. Einzelheiten können der „Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung“ entnommen werden. Im Wesentlichen sind das die täglichen Betriebskontrollen und monatlich durchzuführende Sichtkontrollen, die Betriebsstörungen rechtzeitig erkennen lassen. Besondere Vorkommnisse sind in einem Betriebsbuch zu vermerken. Das Betriebsbuch sollte - zusammen mit der Betriebsanweisung - im Lieferumfang enthalten sein.

Ist die Anlage mit einer netzunabhängigen Stomausfallüberwachung (UVS) ausgestattet, wird ein Ausfall der Betriebsbereitschaft über einen Alarm angezeigt. In diesem Fall kann die tägliche Kontrolle der Betriebsbereitschaft entfallen. Die Störmeldeeinrichtung wird über ein Akku mit Strom versorgt.

Ereignisse, die den Anlagenbetrieb stören, werden über einen Alarm gemeldet. Die Ursache der Störung wird bei einigen Anlagen zusätzlich über ein Display angezeigt, das diese im Klartext ausgibt und elektronisch für einen späteren Abruf speichert. Eine gut durchdachte Störmeldung erkennt eine sich anbahnende Störung schon, bevor es zu einer ernsten Beeinträchtigung der Anlagenleistung kommt. Insbesondere bei technischen Aggregaten kann sich deren Lebensdauer durch diese Früherkennung erhöhen. Ihr Wartungsbetrieb gibt Ihnen gern Auskunft, was im Störungsfall zu unternehmen ist. Der Betreiber muss vor Inbetriebnahme der Anlage von einer fachkundigen Person eingewiesen werden. Die Einweisung ist zu bescheinigen.